Dem Handwerk für Orthopädieschuhtechnik sind folgende Tätigkeiten zuzurechnen:
  • Entwurf, Anfertigung, Anpassung und Instandsetzung von orthopädischen Heil- und Hilfsmitteln, insbesondere von
    1. Orthopädische Schuhe, Innenschuhe, Fußergänzungen, Fußbettungen und Einlagen
    2. mechanisch wirksame Bandagen, Fußkorrektur- und Schuheinbauelemente
    3. Abwicklungshilfen, Feststellungs- und Entlastungselemente
    für den Fuß und den Unterschenkel
  • Ausführung orthopädischer Zurichtungen am Konfektionsschuh,
  • Auswahl und Anpassung therapeutischer Fertig- und Halbfertigartikel,
  • Ausführung medizinischer Fußpflege,
  • Anfertigung und Instandsetzung von Schuhwerk aller Art.

Dem Orthopädieschuhmachermeister sind folgende Kenntnisse und Fertigkeiten zuzurechnen:

  • Kenntnisse der Anatomie, der Physiologie und der Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane,
  • Kenntnisse der Psychologie des Gehbehinderten,
  • Kenntnisse der Biomechanik,
  • Kenntnisse der Wirkungsweise der Heil- und Hilfsmittel,
  • Kenntnisse der Arten, Eigenschaften, Verarbeitung und Verwendung der Werk- und Hilfsstoffe,
  • Kenntnisse der Werkzeuge, Geräte und Maschinen,
  • Kenntnisse der Hygiene, Sterilisation, Anti- und Asepsis sowie über Verhütung und Entstehen der Infektion,
  • Kenntnisse der berufsbezogenen Vorschriften der Unfallverhütung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit,
  • Kenntnisse der Liefervereinbarungen und der berufsbezogenen Vorschriften des Sozial- und des Gesundheitsrechts,
  • Kenntnisse über die Abgabe und Anwendung von Arzneimitteln, die zum Verkehr auserhalb der Apotheken zugelassen sind, sowie von Fußpflegemitteln,
  • Kenntnisse der Wirkungsweise der ärztlich verordneten Therapie,
  • Auswählen der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel nach ärztlicher Verordnung,
  • Auswerten von Trittspuren und Profilzeichnungen,
  • Anfertigen von Gipsmodellen,
  • Entwerfen und kosmetisches Gestalten der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel,
  • Anfertigen von Konstruktionszeichnungen,
  • Be- und Verarbeiten von Leder, Kunststoffen, Holz, Metallen, Textilien und sonstigen Werk- und Hilfsstoffen
  • Anfertigen und Anpassen der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel,
  • Beurteilen, Pflegen und Behandeln von Haut- und Nagelschäden, erforderlichenfalls nach ärztlicher Verordnung,
  • Anfertigen, Anpassen und Anbringen von Nagelersatz und -spangen,
  • Anfertigen, Anpassen und Anbringen von Druckschutz- und Entlastungs-Orthesen sowie Auswählen und Anpassen von Druckschutz- und Entlastungspolstern,
  • Pflegen und Instandhalten der Werkzeuge, Geräte und Maschinen.



Ausbildung von Lothar Droll

1973 - 1976:
Ausbildung bei Franz Droll

1976:
Gesellenprüfung in Stuttgart
(1. Landessieger und 2. Bundessieger)

1983:
Meisterprüfung in Hannover


Fortbildung:

1998 & 2005:
Schulungsprogramm Orthopädische Versorgung des diabetischen Fußes.

Schulungsprogramm des BIV für Sicherheitsschuhe gemäß PG 31 Sicherheitsschuhe.

Schulungsprogramm Kompressions- und Strumpfversorgung. Theorie und Praxis.

Ständige Teilnahme an Lehrgängen der Innung Baden-Württemberg.