Dem Handwerk für Orthopädieschuhtechnik sind folgende Tätigkeiten zuzurechnen:
Entwurf, Anfertigung, Anpassung und Instandsetzung von orthopädischen Heil- und Hilfsmitteln, insbesondere von
Orthopädische Schuhe, Innenschuhe, Fußergänzungen, Fußbettungen und Einlagen
mechanisch wirksame Bandagen, Fußkorrektur- und Schuheinbauelemente
Abwicklungshilfen, Feststellungs- und Entlastungselemente
für den Fuß und den Unterschenkel
Ausführung orthopädischer Zurichtungen am Konfektionsschuh,
Auswahl und Anpassung therapeutischer Fertig- und Halbfertigartikel,
Ausführung medizinischer Fußpflege,
Anfertigung und Instandsetzung von Schuhwerk aller Art.
Dem Orthopädieschuhmachermeister sind folgende Kenntnisse und Fertigkeiten zuzurechnen:
Kenntnisse der Anatomie, der Physiologie und der Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane,
Kenntnisse der Psychologie des Gehbehinderten,
Kenntnisse der Biomechanik,
Kenntnisse der Wirkungsweise der Heil- und Hilfsmittel,
Kenntnisse der Arten, Eigenschaften, Verarbeitung und Verwendung der Werk- und Hilfsstoffe,
Kenntnisse der Werkzeuge, Geräte und Maschinen,
Kenntnisse der Hygiene, Sterilisation, Anti- und Asepsis sowie über Verhütung und Entstehen der Infektion,
Kenntnisse der berufsbezogenen Vorschriften der Unfallverhütung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit,
Kenntnisse der Liefervereinbarungen und der berufsbezogenen Vorschriften des Sozial- und des Gesundheitsrechts,
Kenntnisse über die Abgabe und Anwendung von Arzneimitteln, die zum Verkehr auserhalb der Apotheken zugelassen sind, sowie von Fußpflegemitteln,
Kenntnisse der Wirkungsweise der ärztlich verordneten Therapie,
Auswählen der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel nach ärztlicher Verordnung,
Auswerten von Trittspuren und Profilzeichnungen,
Anfertigen von Gipsmodellen,
Entwerfen und kosmetisches Gestalten der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel,
Anfertigen von Konstruktionszeichnungen,
Be- und Verarbeiten von Leder, Kunststoffen, Holz, Metallen, Textilien und sonstigen Werk- und Hilfsstoffen
Anfertigen und Anpassen der orthopädischen Heil- und Hilfsmittel,
Beurteilen, Pflegen und Behandeln von Haut- und Nagelschäden, erforderlichenfalls nach ärztlicher Verordnung,
Anfertigen, Anpassen und Anbringen von Nagelersatz und -spangen,
Anfertigen, Anpassen und Anbringen von Druckschutz- und Entlastungs-Orthesen sowie Auswählen und Anpassen von Druckschutz- und Entlastungspolstern,
Pflegen und Instandhalten der Werkzeuge, Geräte und Maschinen.
Ausbildung von Lothar Droll
1973 - 1976:
Ausbildung bei Franz Droll
1976:
Gesellenprüfung in Stuttgart (1. Landessieger und 2. Bundessieger)
1983:
Meisterprüfung in Hannover
Fortbildung:
1998 & 2005:
Schulungsprogramm Orthopädische Versorgung des diabetischen Fußes.
Schulungsprogramm des BIV für Sicherheitsschuhe gemäß
PG 31 Sicherheitsschuhe.
Schulungsprogramm Kompressions- und Strumpfversorgung. Theorie und Praxis.
Ständige Teilnahme an Lehrgängen der Innung Baden-Württemberg.
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